Konfetti

„Du musstest früher gehen, aber was berührt, das bleibt.“ (Konfetti, Enno Bunger)

Musik bringt viele Erinnerungen hervor. Erinnerungen an schöne und traurige Momente. Erinnerungen an Menschen, die wir einmal sehr geliebt haben und viel zu früh haben gehen lassen müssen. Manchmal ist Musik kaum auszuhalten, manchmal geht es ohne kaum. Und manchmal bringt sie auch ganz viel Hoffnung und Zuversicht.

Hier geht es zu dem Lied Konfetti von Enno Bunger.

 

Entdeckung geteilt von Carola

Gemütliches Beisammensein im Advent

Hier haben wir für euch ein paar Impressionen von unserer kleinen Trauer Leben Freiburg – Weihnachtsfeier:

Neben Punsch und Plätzchen haben wir Kerzen verziert, einfach Spaß gehabt und das ein oder andere Lied zusammen gesungen… So konnte jede*r von uns mit einem schönen Licht nach Hause gehen, vielleicht genährt durch gute Gespräche und bereichert durch neue Freundschaften – und einem Wichtelgeschenk aus wohltuenden Worten.

Wir wünschen euch viel Kraft, Licht und liebevolle Begegnungen für die manchmal so schwer-wiegende Zeit rund um den Jahreswechsel!

Euer Team von Trauer Leben Freiburg

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Stille.

GEHEN WIR

LANGSAM

DER STILLEN ZEIT

ENTGEGEN.

 

Was nährt Dich?

Was brauchst Du?

Was gibt Dir (Lebens)Mut?

 

Gedanken geteilt von Emilia

Eine Frage des Loslassens…?

Immer wieder beschäftigt uns Trauernde die Frage des „Loslassens“. Von außen wird uns nahegelegt, dass es nun an der Zeit sei, den Verstorbenen loszulassen; in uns fragen wir uns, ob wir nicht loslassen müssten, um Platz für Neues schaffen zu können… Aber loslassen im Sinne von „endgültig gehen lassen“ möchten wir unsere geliebten Verstorbenen auf keinen Fall! Ich habe zu diesem Thema ein sehr schönes Gedicht von Angelika Daiker gefunden, das mich sehr angesprochen und berührt hat:

Was ich einmal gelebt habe,

ich möchte es

nicht bedauern,

nicht loslassen,

nicht überwinden,

nicht verdrängen,

nicht vergessen,

ich möchte es

bewahren

in mir,

in Dir.

(Angelika Daiker)

 

Wie sieht das „Bewahren“ für Dich aus?

 

Gedanken geteilt von Emilia

Mama

Mama, vor sechs Jahren bist du gestorben. Heute ist dein sechster Todestag. Sechs Jahre ohne dich sind eine lange Zeit. Meine Erinnerungen scheinen zu verblassen, oder es fällt mir schwerer, sie zum Leben zu bringen – dich für einen Moment wiederzubeleben. Das ist schmerzhaft, dein Verlust schmerzt auch nach so langer Zeit immer noch.

Es ist viel passiert in den sechs Jahren. Dein sechster Todestag ist gleichzeitig mein erster als Mutter. Ja, du bist Oma geworden und der Gedanke daran, wie sehr du dich über deine Enkelin gefreut hättest, bringt mir Tränen in die Augen. Kostbare Tränen, die mit der Zeit mehr und mehr versiegt sind, Tränen über die ich mich jetzt freuen kann. Sie zeigen mir, dass meine Liebe zu dir auch diese lange Zeit überstanden hat – diese ist kein Stück verblasst, wie so manche Erinnerung.

Mir wurde von einer Freundin gesagt, dass sich der Blickwinkel ändert, wenn man selbst Kinder bekommst. Man blickt in die Zukunft und weniger in die Vergangenheit. Ich würde das so nicht ganz unterschreiben. Ich blicke weiterhin in die Vergangenheit zurück auf unsere Zeit miteinander. Aber zu dem weinenden Auge, ist nun ein lachendes hinzugekommen. Ich freue mich über den Schatz, den du mir vermacht hast. Nur durch dich und deine Liebe, weiß ich, wie ich eine gute Mutter sein kann. Ich habe schließlich von der besten gelernt. Seit meine kleine Maus da ist, hat sich vieles auch in meiner Trauer um dich verändert. Viele aufwühlende schmerzende Gefühle sind Dankbarkeit gewichen. Dankbarkeit für deine Freundschaft, deine Werte, deine Liebe… einfach dafür, dass ich DICH zur Mutter haben durfte .

Die Wirkung, die ein Mensch auf andere ausübt – oft ohne bewusstes Denken oder Wissen -, überträgt sich, wie konzentrische Wellenbewegungen auf dem Wasser – fortwandernde, sich durchdringende und überlagernder Einflusskreise, die sich über Jahre, auch über Generationen auswirken können. (Irvin Yalom)

 Mama, du bist durch deinen Tod nicht ausgelöscht, denn du lebst in der Liebe, die ich für meine Tochter empfinde weiter. Und so wird deine Liebe hoffentlich über Generationen hinweg durch den Welleneffekt weitergetragen, auch dann noch, wenn sich keiner mehr an uns erinnert.

 

Text geteilt von Ricarda

Trauergruppen für junge Erwachsene im Aufbau in Endingen/Kaiserstuhl und Schopfheim

Wir haben schöne Neuigkeiten für all jene unter euch, die im Norden und Süden von Freiburg wohnen:

Wir haben zwei sehr motivierte Initiativen von Betroffenen kennengelernt, die gerade dabei sind jeweils in Endingen am Kaiserstuhl und in Schopfheim im Schwarzwald Trauergruppen für junge Erwachsene aufzubauen. Das sind wunderbare Nachrichten, dass sich nun immer mehr Möglichkeiten und Angebote (für junge Menschen) ergeben, sich seiner Trauer widmen zu können! Falls ihr in der Nähe wohnt, wäre das für euch ja vielleicht eine Idee beim nächsten Treffen dort vorbei zu schauen?

Hier noch ein paar Infos und die Kontaktdaten der beiden Gruppen:

Trauergruppe für junge Erwachsene in Schopfheim

  • „In der Trauer braucht es manchmal andere Menschen. Wir geben jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 – 35 Jahren die Möglichkeit, mit anderen Trauernden in Kontakt zu kommen. In unserer Runde geben wir Raum, um unabhängig von Herkunft und Religion, Gefühle und Gedanken zu teilen oder einfach nur da zu sein.“
  • Die Trauergruppe findet freitags, einmal im Monat, von 18 – 20 Uhr statt. Wir treffen uns in den Räumen der Diakonie Schopfheim, Hauptstraße 94 am 2.8., 6.9. und am 18.10.2019. Kommende Termine 2020: 24. Januar, 28. Februar, 27. März, 24. April, 15. Mai und 19. Juni
  • Anmeldung und Fragen an jungetrauerndeschopfheim@hotmail.com und auf der Webseite.

Trauergruppe für junge Erwachsene in Endingen/Kaiserstuhl

  • Eingeladen sind Trauernde von 17 bis 36 Jahren, aktuell geplante Termine einmal im Monat immer Montags um 18.00 Uhr. Erste Terminereihe: 16.09., 14.10., 11.11. und 09.12.2019
  • Kontakt und Anmeldung: Anita Pfanner (Telefon unter 07642-4926 oder per Mail unter anita.pfanner@gmx.de)
  • Mehr Informationen im Flyer

Entdeckung geteilt von Emilia

Der Stein zum Leben

Vor zwei Wochen ist im Freiburger Friedrichsbau Kino der Film „Der Stein zum Leben“ angelaufen, ein Dokumentarfilm über die Arbeit des Steinmetz Michael Spengler, der Grabsteine für die Verstorbenen zusammen mit ihren Hinterbliebenen gestaltet.

Die Dokumentarfilmerin Katinka Zeuner, selbst von Trauer betroffen, beschreibt: „Ein Zirkuswagen und ein Frachtcontainer dienen dem Steinmetz Michael Spengler als Werkstatt. Hier empfängt er Menschen in Trauer. Gemeinsam gestalten sie Grabsteine, die von den Toten erzählen. […] Der Film erzählt von diesem mühevollen und intimen Prozess und zeigt wie die Arbeit am Stein den Tod im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbarer macht. Die Steine nehmen Form an. Und in den Angehörigen reift ein neues Verhältnis zu ihren Toten – und zum Leben.“

Mehr Infos findet ihr hier.