Ein Gedicht voller Weite…

Wolken atmen

ein aus

tief und fließend

beständig

umgeben von Himmel sein

von den Engeln, die im Himmel sind

umgeben sein und Himmel atmen

(Ida)

Gedicht geteilt von Ida

Abschiedsfeiern, Beerdigungen und Trauer in Zeiten von Corona

Wie kann in diesen Zeiten der Abschied von einem verstorbenen Menschen aussehen? Was bedeuten die strikten Beschränkungen für uns Trauernde? Welche Möglichkeiten gibt es, Trauer in Zeiten von Corona zu leben?

In diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung, erschienen am 8. April 2020, spricht der Priester, Arzt und Psychoanalytiker Eckhard Frick über Beerdigungen und Trauer in Zeiten von Corona.

Auch die Freiburger Trauerrednerin Birgit Aurelia Janetzky hat dazu interessante Gedanken und persönliche Erfahrungen auf ihrem Blog veröffentlicht.

Die 26-jährige Bestatterin und freie Trauerrednerin Laura Schröer erzählt aus ihrem Alltag in einem südbadener Bestattungsinstitut in diesen Zeiten in einem Gespräch auf fudder.de am 11. Mai 2020.

Entdeckungen geteilt von Emilia

 

Über den Verein für Psychosozialbildung

Psychosozialbildung – Was für ein sperriger Begriff. Aber nach deutscher Sprachlehre einwandfrei. Der Begriff trifft ziemlich präzise das, was dahintersteht, nämlich Bildung über die Psyche in sozialen Kontexten. Gut, dass das geklärt ist. Oder nicht? Nur, weil man nach den Regeln der Grammatik die Bestandteile zusammengesetzter Substantive identifizieren kann, bedeutet das nicht zwingend, dass man dadurch die totale Erleuchtung erfährt. Denn die Summe der Einzelbestandteile bleibt meist hinter dem zurück, was ihre Zusammensetzung ausmacht. Okay deutsche Sprache, auch das schaffst Du eloquent: Mit vielen Worten nichts zu sagen. Ich will nicht länger um den Brei herumreden – ich weiß auch nicht so genau, was Psychosozialbildung bedeutet.

Aber das will ich rausfinden und das Wort mit Leben füllen.

Nachdem meine Schwester Lotti im Sommer 2019 verstarb, wurde mir im Laufe des Trauerprozesses klar, dass sie Vorstellungen davon hatte, wie die Welt ein wenig besser würde. Missstände, die ihren Weg kreuzten hatte sie schnell festgenagelt und angeprangert. Dabei handelte es sich in erster Linie um Themen rund um psychische Erkrankungen, das damit verbundene mediale und gesellschaftliche Stigma, und die damit zusammenhängende Tabuisierung. Sie half vielen, die sich nicht selber helfen konnten, klärte auf, kämpfte. Das tat sie in ihrem Lebenskosmos immer dort, wo sie war und wo es sich aufdrängte.

Nach ihrem Tod fühlte ich mich dazu berufen, ihr Anliegen aufzugreifen und weiterzuführen. Ich hätte das natürlich schon gerne mit Lotti gemeinsam zu ihren Lebzeiten getan, denn sie wäre die beste Partnerin für dieses Vorhaben. Nun tue ich das alleine, und doch mit Lotti. Das ausgerufene Ziel ist die Institutionalisierung von Lottis Anliegen, aber ganzheitlicher.

Fachleute auf einer Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention sagten mir im Herbst 2019, dass das laienhafte Wirrwarr, das ich unbeholfen versuchte zu artikulieren, unter den Begriff der psychosozialen Bildung zu fassen sei. Seitdem muss ich nicht mehr jedes Mal das Wirrwarr wiedergeben, wenn ich gefragt werde, was das Ziel sei, sondern sage entschieden: »psychosoziale Bildung«. Aha, und was ist das? Zurück zum Wirrwarr.

Psychosozialbildung meint die Bildung, also vor allem die Vermittlung von Fähigkeiten, die Menschen benötigen, um verschiedene Lebenssituationen zu bewältigen, also Lebensbewältigungsstrategien. Dazu gehört auch die Förderung von Selbstkompetenzen und von Resilienz, also der inneren Widerstandsfähigkeit. Der Mensch soll mit sich selbst im Kontakt sein, sich kennen, auf sich hören und sich gut behandeln. Es geht darum, die Grundlage für alles andere im Leben zu schaffen. Oder besser gesagt, die eigentlich bei jedem bestehende Grundlage nachhaltig auszubauen, zu stabilisieren. Was wie ein Infrastrukturprojekt klingt, ist genau das; denn die Psyche ist in jeder Sekunde unseres Lebens bei uns. Sie ist unsere Infrastruktur – jedenfalls ein wesentlicher Teil von ihr. Sie entscheidet nicht über das, was auf uns im Leben zukommt – vieles davon wird unsrem Einfluss entzogen und wir ohnmächtig sein – aber sie entscheidet darüber, wie wir dazu stehen, wie unsere Gedanken dazu sind, ob wir aufstehen.

Das Projekt soll obengenannte Anliegen in positiver Weise verfolgen. Deswegen sollen Fähigkeiten vermittelt werden, die in schwierigen Lebenssituationen weiterhelfen. Das kann man ruhig unter dem Dogma der »Hilfe zur Selbsthilfe« verorten. Die Effekte psychischer Gesundheit sind weitreichend: Sie ist nicht nur offensichtlicher Garant für geringere Suizidzahlen, sondern leistet nebenher Generalprävention, etwa indem das Risiko, an Krebs zu erkranken erheblich gesenkt wird, ebenso wie für viele weitere somatische Erkrankungen.

Langfristig soll eine Stiftung diese Arbeit betreiben. Da man derzeit 50.000 EUR bis 100.000 EUR zur Ausstattung des Stiftungsvermögens benötigt, wird zunächst ein Verein gegründet, der mit der Öffentlichkeitsarbeit und der Umsetzung einiger Ziele bereits beginnen und dabei die Errichtung der Stiftung ideell und organisatorisch vorbereiten soll. Nach Errichtung der Stiftung wird der Verein in einen Förderverein der Stiftung umgewandelt und bleibt weiter bestehen. Die Satzungen sind geschrieben, das Finanzamt hat vorläufig bestätigt, dass das Gemeinnützigkeitsrecht eingehalten wird und die Gründungsmitglieder sind in den Startlöchern. Sobald die Coronakrise es zulässt, wird der Verein gegründet.

Lotti und ich würden uns darüber freuen, wenn Ihr das Projekt als Beobachter begleitet oder noch besser, daran mitwirkt. Erzählt immer gerne davon weiter, sollte sich eine Gelegenheit dafür ergeben. Wir suchen natürlich besonders hilfsbereite Fachleute und Menschen aus der Öffentlichkeit, in erster Linie aber Interessierte.

Wer interessiert ist, kann sich gerne die Website ansehen und sich dort für den monatlichen Newsletter anmelden. Sobald wir gegründet sind, werden natürlich auch Spenden und Mitglieder gesucht.

 

Gedanken geteilt von Daniel

I am of the earth

i am of the earth

and to the earth i shall return once more

life and death are old friends

and i am the conversation between them

i am their late-night chatter

their laughter and tears

what is there to be afraid of

if i am the gift they give to each other

this place never belonged to me anyway

i have always been theirs

 

(rupi kaur)

 

Gedicht geteilt von Daniel

Selbstfürsorge – Impulse nach dem Workshop mit Mona am 15. Februar 2020

Ein Tag voller Gedanken, Inspirationen und Impulse.

Selbstfürsorge.

Auch in Zeiten der Trauer.

Sorgen für das Selbst.

Mir das Leben mit mir, in mir,

Mir das Leben als Ich leichter machen.

In fünf Schritten.

 

Erstens. Mein Körper – Meine Wohnung.

Umsorgt Tag für Tag

Gute Ernährung

Ausreichend Bewegung,

Schlaf und anderes Wohl.

 

Zweitens. Meine Emotionen – Die Farben meiner Lebendigkeit.

Bewusst ausleben

Balance zwischen hineinfallen und verdrängen

Dankbarkeit in all ihren Facetten

Und immer wieder der Trauer einen Ausdruck geben.

 

Drittens. Mein Verstand – mein Navigator durch diese Zeit.

Meditation und Achtsamkeit

Ihm eine Richtung geben, in geregelten Bahnen

zu meinen Diensten

die Welt zu ordnen.

 

Viertens. Meine sozialen Kontakte – die Spiegel meines Inneren.

Freunde treffen, dann, wenn es mir gut tut

Achtsamer Austausch

Gegenseitig bereichern

und der Trauer eine Stimme geben.

 

Fünftens. Meine Spiritualität – mein Kompass in die andere Welt.

Den Himmel in meine menschlichen Erfahrung integrieren.

Zugang zu der anderen Welt, in der Verstorbene wohnen.

Stille. Atmen. Leise werden.

Verbindung schaffen.

 

Selbstfürsorge.

Sorgen für mein Selbst.

Zu mir kommen.

Mich wichtig nehmen

und JA zu mir sagen.

Mit allem was ich bin.

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Gedanken geteilt von Maria

Eine Herzensangelegenheit

Du bist verzweifelt, lustlos im Alltag oder wünschst dir ein angstfreies Leben?

Dann probiere es doch mal mit einem Coaching, es kann dir auch bei deiner Trauer helfen wieder sorgenfrei und mit anderen Lichtblicken ins Leben und in den Alltag zu kommen.

Ich selber habe es ausprobiert, mal einen anderen Weg zu gehen zur Trauerverarbeitung und kann mit voller Überzeugung sagen: JA! JA zu anderen Sichtweisen im Thema Trauer und JA trotz schmerzvoller Trauer das Leben wieder in die Hand zu nehmen, den Mut zu bekommen, diese zu überwinden oder Lebensfragen mit Klarheit zu bewältigen!

Eine Herzensangelegenheit von mir: Einfach mal tun und nicht immer soviel darüber nachdenken! Denn – All is in you !

Informiere dich oder vereinbare ein Telefongespräch unter www.anjabrenner.com

 

Entdeckung geteilt von Vanessa

Konfetti

„Du musstest früher gehen, aber was berührt, das bleibt.“ (Konfetti, Enno Bunger)

Musik bringt viele Erinnerungen hervor. Erinnerungen an schöne und traurige Momente. Erinnerungen an Menschen, die wir einmal sehr geliebt haben und viel zu früh haben gehen lassen müssen. Manchmal ist Musik kaum auszuhalten, manchmal geht es ohne kaum. Und manchmal bringt sie auch ganz viel Hoffnung und Zuversicht.

Hier geht es zu dem Lied Konfetti von Enno Bunger.

 

Entdeckung geteilt von Carola

Gemütliches Beisammensein im Advent

Hier haben wir für euch ein paar Impressionen von unserer kleinen Trauer Leben Freiburg – Weihnachtsfeier:

Neben Punsch und Plätzchen haben wir Kerzen verziert, einfach Spaß gehabt und das ein oder andere Lied zusammen gesungen… So konnte jede*r von uns mit einem schönen Licht nach Hause gehen, vielleicht genährt durch gute Gespräche und bereichert durch neue Freundschaften – und einem Wichtelgeschenk aus wohltuenden Worten.

Wir wünschen euch viel Kraft, Licht und liebevolle Begegnungen für die manchmal so schwer-wiegende Zeit rund um den Jahreswechsel!

Euer Team von Trauer Leben Freiburg

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Stille.

GEHEN WIR

LANGSAM

DER STILLEN ZEIT

ENTGEGEN.

 

Was nährt Dich?

Was brauchst Du?

Was gibt Dir (Lebens)Mut?

 

Gedanken geteilt von Emilia

Eine Frage des Loslassens…?

Immer wieder beschäftigt uns Trauernde die Frage des „Loslassens“. Von außen wird uns nahegelegt, dass es nun an der Zeit sei, den Verstorbenen loszulassen; in uns fragen wir uns, ob wir nicht loslassen müssten, um Platz für Neues schaffen zu können… Aber loslassen im Sinne von „endgültig gehen lassen“ möchten wir unsere geliebten Verstorbenen auf keinen Fall! Ich habe zu diesem Thema ein sehr schönes Gedicht von Angelika Daiker gefunden, das mich sehr angesprochen und berührt hat:

Was ich einmal gelebt habe,

ich möchte es

nicht bedauern,

nicht loslassen,

nicht überwinden,

nicht verdrängen,

nicht vergessen,

ich möchte es

bewahren

in mir,

in Dir.

(Angelika Daiker)

 

Wie sieht das „Bewahren“ für Dich aus?

 

Gedanken geteilt von Emilia